HOFFENT_LICHT

Rita Rohlfing

HOFFENT_LICHT ist Teil der erneut von mehreren Museen ausgerichteten Ausstellungsreihe Hellweg Konkret II, deren Fokus auf den aktuellen Positionen der Konkreten Kunst liegt.

HOFFENT_LICHT

Für das Museum in Hamm konnte die Kölner Künstlerin Rita Rohlfing gewonnen werden. Sie
ist mit ihren Werken in zahlreichen Sammlungen und im öffentlichen Raum vertreten. Durch ihre stillen sowohl rational streng gestalteten als auch emotional wirkenden Arbeiten vertritt Rohlfing in bemerkenswerter Weise eine ambivalente Haltung innerhalb der konkreten Kunst. Rita Rohlfing beschäftigt sich mit individuellen architektonischen Gegebenheiten. Sie verschmilzt Raum und Kunst zu einer durchdachten Einheit, die ganzheitlich von ihr gestaltet und erfahrbar wird. Im Gustav-Lübcke-Museum hat sie sich mit dem großen Studioausstellungsraum beschäftigt.

Auf der strengen Glasfassade liegen monochrome Folien in Rot, Pink und Violett, und der Fußboden ist mit silbriger unebener Noppenfolie ausgelegt. Sobald die Betrachtung durch die weitläufige Fensterfront erfolgt, erscheint auch der ausladende Museumshof und das quirlig urbane Leben wie in ein farbiges diffuses Licht getaucht. Der ansonsten strenge Raum, in dem man sich zwischen Sein und Schein bewegt, gewinnt an Leichtigkeit, Flüchtigkeit und Tiefenräumlichkeit. Die während des coronabedingten Lockdowns entstandene Ausstellung HOFFENT_LICHT spiegelt nur zu gut die gesellschaftlichen Verhältnisse unserer Zeit, in der die Grenzen zwischen der virtuellen und der realen Welt kaum noch existieren.

Kuratorin: Dr. Diana Lenz-Weber

Foto © Rita Rohlfing, VG Bild-Kunst, Bonn 2021

 

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