Krieg und Konfitüre
George Grosz X Daniel Richter
Kuratorin Ronja Friedrichs führt fachkundig durch die Ausstellung der zwei renommierten Künstler George Grosz und Daniel Richter.
Führung
Für Erwachsene
Termine: So. 11.10. 14:00 Uhr
Mit der auf über 800 m² gezeigten Ausstellung „Krieg und Konfitüre – George Grosz x Daniel Richter“ werden erstmalig zwei der international renommiertesten und einflussreichsten Künstler Deutschlands in einen generationsübergreifenden Dialog gebracht
George Grosz (1893–1959) seziert mit einer „messerscharfen“ zeichnerischen Sprache die moralischen und politischen Abgründe der Weimarer Republik. Daniel Richter (*1962), der im Schulunterricht erstmals Grosz‘ Werk begegnete, greift gesellschaftliche Konflikte wie Gewalt, Migration oder Kapitalismus in großformatigen, expressiven Bildwelten auf, die weniger anklagen als vielmehr die Ambivalenz und Multioptionalität der Gegenwart erfahrbar machen.
Die Ausstellung nimmt die politischen, gesellschaftlichen und ästhetischen Parallelen und Differenzen zwischen den beiden Künstlern in den Blick. Wenngleich unsere Gegenwart nicht eins zu eins mit den bewegten Weimarer Jahren vergleichbar ist, so erscheint der Zeitpunkt doch passend, noch einmal durch die Werke des Beobachters Grosz auf das Jahrhundert zweier Weltkriege und des aufkommenden Faschismus zu blicken. Die Ausstellung widmet sich allgegenwärtigen Fragen nach sozialer Verantwortung, Wahrnehmung von Krisen und Formen des künstlerischen Protests und fokussiert damit ein Grundgefühl der heutigen Zeit: Das Nebeneinander von Krieg und Alltagsfreuden, von Belastung und Konsum, von gesellschaftlicher Zerrissenheit und ästhetischer Überwältigung.
Die Ausstellung wird gefördert von:



George Grosz, Cain, or Hitler in Hell 1944, Öl auf Leinwand, 99 x 124,5 cm, Stiftung Deutsches Historisches Museum Berlin, bpk-Fotoarchiv © Estate of George Grosz, Princeton, N.J. / VG Bild-Kunst, Bonn 2026